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Die KGB-Hacker

2011-01-17

Copyright Heise Zeitschriften Verlag

Ende der achtziger Jahre spionierten einige deutsche Hacker im Auftrag des KGB und sorgten damit für großes Aufsehen.

Telepolis-Autor Klaus Schmeh blickt auf diesen Vorfall zurück. Der Zeitzeuge Helmut Kurth lieferte ihm dabei interessante Informationen.

Am 5 Juli 1988 stellte sich der 22-jährige Computerfreak Karl Koch dem Verfassungsschutz. Wer den abgemagerten, drogenabhängigen jungen Mann aus Hannover sah, wäre wohl kaum auf die Idee gekommen, dass dieser eine Schlüsselrolle in einer der spektakulärsten Spionageaffären der deutschen Geschichte gespielt hatte. Zusammen mit einigen Freunden war er in Dutzende von Computeranlagen auf der ganzen Welt eingedrungen. Ihre Erkenntnisse lieferten die Hacker an den sowjetischen Geheimdienst KGB und kassierten dafür stattliche Honorare.

Als der Fall acht Monate nach Kochs Geständnis schließlich öffentlich wurde, überschlugen sich die Medien mit immer neuen Enthüllungen zu einem Skandal, der dem Kalten Krieg eine ganz neue Dimension zu geben schien. "Der Computerkrieg hat begonnen", schrieb der Stern.

In jenem Juli des Jahres 1988 wusste die Presse jedoch noch nichts von den KGB-Hackern. Nachdem Karl Koch gegenüber dem Verfassungsschutz ausgepackt hatte, wollten sich die Ermittler erst einmal im Geheimen ein Bild von den elektronischen Spionagevorgängen machen. Neben den Aussagen Kochs standen ihnen dafür Dutzende von Disketten, Zetteln, Ausdrucken und anderen Asservaten zur Verfügung, die die Polizei bei den Hackern sichergestellt hatte.

Das Bundeskriminalamt suchte nun nach einem Spezialisten, der dieses Material fachgerecht auswerten konnte. Es fand ihn in Helmut Kurth, einem anerkannten Experten auf dem Gebiet der Computersicherheit, der damals in Diensten der Dienstleistungsfirma IABG stand. Kurth hatte nicht nur das notwendige Fachwissen für diese Aufgabe, sondern verfügte auch über die für Geheimdienstarbeiten wichtige Geheimschutzbetreuung. Tatsächlich arbeitete sich Kurth innerhalb einiger Monate durch das Beweismaterial und konnte am Ende einen aussagekräftigen Bericht erstellen.

Den kompletten Artikel können Sie auf der Heise-Website lesen.

 

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